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Das Psychodramainstitut für Europa trauert um unser langjähriges Vereinsmitglied Friedel Geisler. Sie starb am 16. September 2011 im Kreis ihrer Angehörigen.
Mit Friedel Geisler verlieren das Institut und die deutsche Psychodramaszene eine sehr engagierte und profilierte Psychodramatikerin und einen besonderen Menschen. In ihrer Arbeit repräsentierte sie die ganze Breite dessen, was das Psychodrama zu bieten hat. Sie war Pastorin, Therapeutin, (Lehr-)Supervisorin (DGSv) und Ausbilderin für Psychodrama. Auch in einer Vielzahl von Fortbildungsseminaren nutze sie ihr psychodramatisches Können. Eine besondere Vorliebe galt dem Soziodrama, das ihr eine Möglichkeit bot, sich politisch einzumischen und auszudrücken.
Im Psychodramainstitut gehörte sie zu den Pionierinnen des Engagements in Osteuropa, nicht nur, aber insbesondere in Litauen und Russland.
In der Begegnung mit ihr gab sie Jedem das Gefühl, in dem unmittelbaren Augenblick der wichtigste Mensch für sie zu sein. Wenn sie sich einem Menschen zuwendete, war sie einfach ganz bei ihm und vollständig da. Ihre ganze Energie, ihr Wesen und ihr Denken waren dann im hier und jetzt. So brachte sie dem anderen besondere Wertschätzung entgegen und in letzter Konsequenz die Liebe zum Leben.
Gerne weisen wir auch auf ihre Autobiographie hin, die mit dem Titel "Die Rose sagt, ohne Dornen kriegt ihr mich nicht" so bald wie möglich erscheinen wird. Sie ist nicht nur ein Zeitzeugnis, sondern lässt auch staunen, welche Wandlungen einem Menschen das Psychodrama ermöglicht.