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Die TeilnehmerInnen lernen in der Rolle von Kindern in Kindergruppen unter- schiedlicher Alterstufen am eigenen Leib das Konzept der Psychodramagruppen- therapie und deren Möglichkeiten kennen. Sie erleben so ganz unmittelbar, wie die Interventionen der Therapeuten wirken.
Dieses Seminar dient der Auseinandersetzung mit dem Thema Trauma und Traumatherapie. Es werden Ergebnisse der Bindungstheorie erarbeitet, posttraumatische Belastungsstörungen, Traumafolgestörungen und die Neurobiologie von Traumen werden erklärt.
Die TeilnehmerInnen leiten erstmals eine "Kindergruppe in der Anfangsphase". Die Leiterpaare üben die Rollen, die ihnen von traumatisierten Kindern übertragen werden, möglichst gut aufzunehmen und mitzuspielen. Außerdem üben sie den Wechsel aus der übertragenen Rolle in die Leiterposition, um von den Kindern Handlungsanweisung zu erfragen. Strukturierende, sicherheitsgebende Beziehungs-und Settingsgestaltung mit den Themen "Grenzen" und "sicherer Ort" spielen dabei eine besondere Rolle.
In diesem Seminar wird der Umgang mit nicht endenden aggressiven Spielen behandelt. Das wichtige Thema Ohnmacht wird behandelt und wie Therapeuten in der Rolle von Ohnmächtigen Gefühle, Gedanken und körperliche Reaktionen der totalen Hilflosigkeit verbalisieren, um zu würdigen, was das Kind erdulden musste. Dieses Vorgehen eröffnet dem Kind (wieder) Zugang zu den eigenen Gefühlen. Außerdem werden Techniken zur spielerischen Ermächtigung vorgestellt und ausprobiert.
In diesem Seminar wird der Umgang mit Täterintrojekten und der Aufbau von guten inneren Instanzen erarbeitet. Die Kinder sollen Mächtigkeit in guten Rollen erleben. In mächtigen, aber guten Wesen, die Schwache behüten, Opfer schützen und Böses bekämpfen, lernen sie sich von Täterfiguren zu distanzieren.
In diesem Seminar werden zwei wichtige gruppendynamische Interventionen vorgestellt und erprobt: die Intervention als Außenfeind und der Versuch von Therapeuten/innen sich auf Subgruppen aufzuteilen und über ihre Beziehung die Gruppe zusammen zu halten.
Die Traumatisierung erschüttert grundlegende Vorstellungen und Erwartungen der Kinder von sich und der Welt und führt zu dysfunktionalen Kognitionen und Schemata. In diesen beiden Werkstattseminaren werden die psychodramatischen Grundtechniken (einfühlendes, explorierendes und stützendes Doppeln, Spiegeln, Selbst- und Zielgespräche, verbale und handlungsorientierte Deutungen) erarbeitet, die das Selbstwertgefühl und die Ich-Funktionen der Kinder stärken. Ausgehend von kurzen Inszenierungen werden verschiedene Interventionen ausprobiert und diskutiert.
In diesem Seminar geht es um spezifische Interventionen bei traumatisierten Kindern in der Gruppe. Dazu gehören spielerische Umgehensweisen mit dem Thema Sexualität und schwierige gruppendynamische Situationen; das sind vor allem Beziehungskonflikte unter den Kindern, Konflikte zwischen Kindern und LeiterInnen und ödipale Auseinandersetzungen.
Dieses Seminar befasst sich mit Reinszenierungen auf der Leitungsebene. Dabei wird das Thema Schuld der Erwachsenen besonders reflektiert. Außerdem lernen die TeilnehmerInnen beim letzten Seminar kennen, wie man aus vorangegangenen Gruppenspielen unterschiedliche Abschlussgeschichten entwickeln und anbieten kann.
Die Seminarreihe "Traumatherapie in Kindergruppen mit Psychodrama" findet in Kooperation mit dem Szeneninstitut Bonn statt.